Einführung in die RFID-Technologie |
Nummer | Anwendungsbereich |
ISO/IEC 18000-2:2004 | Luftschnittstellen – Frequenzen unterhalb 135 kHz |
ISO/IEC 18000-3:2004 | Luftschnittstellen – 13,56 MHz |
ISO/IEC 18000-4:2004 | Luftschnittstellen – 2,45 GHz |
ISO/IEC 18000-6:2004 | Luftschnittstellen – 860-890 MHz |
ISO/IEC 18000-6C | Luftschnittstelle – kompatibel zum EPCglobal UHF Gen 2 Air Interface |
Quelle: Eigene Darstellung, Vgl. Walk, E. (2007): „RFID Standards 2007“
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3. Querschnittsfunktion Logistik
Die meisten Anwendungsbereiche für RFID findet man bislang in der Logistik. Die Funk-Technologie ist der stärkste Innovationstreiber in diesem Bereich. Wann immer es um den Warenversand geht, die Einlagerung oder die Überwachung auf dem Transportweg, spielt die Technologie eine entscheidende Rolle. Bisher setzten viele Branchen auf den Barcode.
Supply Chain
Besondere Beachtung findet RFID zunehmend bei der lückenlosen Rückverfolgbarkeit in der Nahrungsmittel-Branche. Mit RFID kann die Warenverfolgung in der Supply Chain und der gesicherte Warenübergang verbessert werden. Im Handel steigert sich die Effizienz durch die berührungslose Wareneingangs-, Warenausgangs- und Inventurkontrolle. Kartons oder Paletten werden ohne manuelles Handling und Öffnen der Verpackung ausgelesen.
Behältermanagement
Mit RFID werden Mehrwegbehälter und -Ladeeinheiten wie Paletten verwaltet und ihr Durchlauf durch die verschiedenen Stufen der Logistikkette verfolgt. RFID-Tags ermöglichen die Identifizierung jedes Behälters und sind besonders widerstandsfähig gegenüber äußeren Einwirkungen beim Transport oder der Behälter-Reinigung.
Wareneingang / -ausgang / Inventur
Die Kommissionierung und das Warenmanagement innerhalb eines Lagers lassen sich durch den Einsatz von RFID-Technologie unterstützen. So lassen sich Umverpackungen oder auch Artikel auf einer Palette zügig in nur einem Arbeitsschritt erfassen. Das Scannen der einzelnen Produkte entfällt. Im Vorfeld einer solchen Lösung muss allerdings in einem RFID Lab geprüft werden, ob dies bereits technologisch möglich ist. Eine softwareseitige Inventur wird somit möglich.
Fertigungskontrolle / Materialflussüberwachung
Tags identifizieren und überwachen Arbeitsprozesse. Durch die Fortschreibung der einzelnen Produktionsfortschritte wird erkannt, bei welchem Arbeitsschritt sich das Produkt befindet. Neben der Produkt-Verfolgung kann mittels Tags auch das während der Produktion verwendete Material verfolgt werden.
Sendungsverfolgung
Mit RFID lässt sich der Bearbeitungs- und Sendungsstatus eines Objektes in der Logistikkette beobachten und fortschreiben. RFID kann so Produkte oder Sendungen während des Transports verfolgen sowie Diebstähle und Schwund erschweren. Dadurch vereinfacht sich die Dokumentation des Warenübergangs zwischen den Beteiligten der Logistikkette und Zustellungsfehler werden vermieden.
Temperaturüberwachung
Transponder und entsprechende Sensoren überwachen die Kühlkette von Lebensmitteln oder Medikamenten und zeichnen diese auf. Mit Tags ist es möglich, Temperaturen an gewünschten Zeitpunkten zu messen und sie mit Vorgaben zu vergleichen. Einsatz-Bereiche liegen in der Frischelogistik, dem Transport und der Lagerung von medizinischen Produkten oder temperaturempfindlichen Chemikalien.| nach oben |
4. Zur Zukunft des Barcode
Die RFID-Technologie wird als ernsthafte Alternative zum bislang verwendeten Barcode angesehen. Zwar hat sich der seit mehr als vier Jahrzehnten eingesetzte EAN-Code bewährt, trotzdem kann mit der bislang verwendeten EAN-Nummer lediglich die Artikelart identifiziert werden, nicht jedoch das individuelle Produkt. Und der Code lässt sich nicht neu beschreiben, was jedoch bei vielen Transpondertypen möglich ist.
Vorteile bietet hier die RFID-Technologie. Im ‚Pulk-Verfahren’ können mehrere RFID-Tags auf einer Palette oder in einem Umkarton berührungslos und ohne Sichtkontakt gleichzeitig gelesen werden. Dies ermöglicht im Bereich des Wareneingangs eine schnellere Erfassung und Einbuchung von Waren.
Auch wenn RFID viele Vorteile verspricht, punktet der Barcode bislang mit seiner weltweiten Verwendung und geringen Kosten. Mit einem Anteil von 87 Prozent in der Konsumgüterindustrie und über 50 Prozent in der Investitionsgüterindustrie ist der Barcode mit Abstand die führende Ident-Technologie. Auch ist Barcode in Verbindung mit der Klarschrift gut lesbar und eignet sich daher gut für die manuelle Identifikation. Zudem lässt er sich leicht in verschiedene Systeme implementieren.
Aktuelle Einschätzungen der Marktentwicklung von Ident-Technologien zeigen, dass mit einer hohen Steigerung des RFID-Einsatzes gerechnet wird. Vor allem im Konsumgüterbereich, dem Handel und der Logistik ist für RFID das Wachstum sichtbar. Noch allerdings hemmen die Kosten das schnelle Wachstum der RFID-Technologie, auch wenn seine Verbreitung zunimmt. Durch die Massenproduktion relevanter Bauteile wird sich bald in vielen Bereichen der Einsatz von RFID-Tags rechnen, besonders aufgrund der zu erwartenden Effizienzsteigerungen.
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